Das im Jahre 1811 gegründete und in 1984 institutionalisierte Symphonieorchester aus Pécs, die heutige Pannon Philharmoniker ist ein bestimmender Vertreter der zweihundertjährigen Musikkultur des südlichen Transdanubiens. Das Ziel des im Jahre 2003 erneuerten Instituts ist, in der ungarischen Süd-Transdanubischen Region auf hohem Niveau stehende, interessante und innovative Produktionen klassischer Musik ins Leben zu rufen. Die Erneuerung der Institution bedeutete auch eine künstlerische und strukturelle Innovation. Die Einführung des gründlichen, auf die einzelnen Stimmen aufgeteilte Probenplans, das mit zeitgenössischen Werken erweiterte Programm, kulturellen, gesellschaftlichen Ansprüchen entsprechende Programme und die Zusammenstellung von qualitativ hochwertigen Konzerten bewirkten die Erhöhung des fachlichen Niveaus..jpg)
Die strukturelle Erneuerung ist das Werk des Trompeterkünstlers, Wirtschaftswissenschaftlers und Direktors Zsolt Horváth, dessen wichtigstes Element die Bildung zweier, mit klarem Profil ausgestatteter Ensembles innerhalb einer Institution ist: ein Konzertorchester und ein symphonisches Kammerensemble. Dies hat für beide Orchester eine bessere fachliche Vorbereitung zur Folge. Gleichrangig mit dem fachlichen Niveau sind die Anwendung von qualitativen Marketing-Mitteln, die Einführung neuer Projekte, sowie die Mitarbeit des Orchesters im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. Dies ermöglicht eine erfolgreiche Zusammenarbeit, Sichtbarkeit, und die Fähigkeit, auf Herausforderungen schnell reagieren zu können.
Die Pannon Philharmoniker sind Strebepfeiler des Projekts Pécs, Kulturhauptstadt Europas 2010. die fachliche Arbeit des 73 köpfigen Sinfonieorchesters wird sowohl international als auch in Ungarn von den Kritikern anerkannt. Es ist ständiger Gastauftreter des Budapester Frühlingsfestivals, arbeitet mit namhaften ungarischen und ausländischen Gastkünstlern wie Andrea Rost, Zoltán Kocsis und Maxim Vengerov zusammen. Seit seiner Erneuerung nimmt das Orchester zahlreiche prestigevolle Einladungen an. So sind die Pannon Philharmoniker in der Abonnementreihe der Wiener Philharmoniker im Wiener Konzerthaus aufgetreten, zur 23. Biennale Zeitgenössischer Musik nach Zagreb eingeladen worden und im Wiener Stephansdom haben sie das Schlusskonzert der Gedenkfeier der Ungarischen Revolution 1956 gegeben. Seit Januar 2007 ist das Orchester Botschafter von Pécs, Kulturhauptstadt Europas 2010
Tibor Bogányi Chefdirigent
Zoltán Kocsis, Generalmusikdirektor des Nationalen Philharmonischen Orchesters, erster ständiger Gastdirigent der Pannon Philharmoniker
Nach mehreren Gastauftritten hat sich Zoltán Kocsis von der fachlichen Qualitäten der Pannon Philharmoniker überzeugt. Dadurch erhebt sich das Orchester aus den Reihen der landsässigen Orchester. Die Pannon Philharmoniker sind begabt dafür, sich auf das Niveau der hauptstädtischen Sinfonieorchester zu entwickeln. Diese Meinung stärkt er mit seiner persönlichen Teilnahme an der künstlerischen Leitung.
Gastdirigenten
Die Pannon Philharmoniker haben besonders großer Wert darauf gelegt, mit solchen Gastdirigenten zusammen zu arbeiten, die die fachliche Förderung des Orchesters dienen. Dies zu verdanken haben die Pannon Philharmoniker nicht nur Dirigenten mit überdurchschnittlichem Fachwissen zu gemeinsamen Musizieren eingeladen, sondern auch Personen, die über ihre musikalischen Bautätigkeiten und musikdirektorische Arbeit bekannt sind. So haben in den letzen Jahren die Pannon Phiharmoniker u. A.: Rico Saccani, Marko Letonja, Will Humburg, Gabriel Chmura, Leopold Hager, Helmuth Rilling, Hansjörg Schellenberger, Martin Turnovský, János Fürst und Alexander Lonquich dirigiert.
Abonnementreihen
Das Sinfonieorchester verfügt über zwei Abonnementreihen in Pécs. Seine Hauptabonnementreihe beinhaltet 10 Konzerte per Abonnement. Schauplätze sind die Aula der Universität von Pécs und das Pécser Nationaltheater. Die Thematik der Abonnementreihe ist mit der Thematik der Vorjahren des Projekts Pécs KHE 2010 eng verbunden. So bekam die Saison 2007 im Jahr des Lernens und Lehrens den Titel „Bücher“, im Jahr der Gesundheit 2008 den Titel „Harmonia Humana“, und im Jahr der religiösen Kultur 2009 den Titel „Ethos et Spiritus“. Durch die Spuren der Editierprinzipe von Claudio Abbado folgend werden die Konzerte – die musikkünstlerischen Aspekte weitgehend - mit Überinhalt bereichert. Die Gastkünstler und Dirigenten dieser Abo-Konzerte, die die fachliche Entwicklung des Orchesters anerkennen und weiterentwickeln stammen aus der Frontlinie des internationalen Musiklebens. Neben ihrer Hauptabonnementreihe kündigen die Pannon Philharmoniker ein aus drei Konzerte bestehende Abonnementreihe an, anschließlich der großen religiösen Feiertage, wie Allerheiligen, Weihnachten und Ostern.
Als einziges „nicht budapester“ Orchester haben die Pannon Philharmoniker seit fünf Jahren eine erfolgreiche Abonnementreihe mit vier Konzerten vor ausverkauftem Haus im Palast der Künste in Budapest, im Béla Bartók Nationalen Konzertsaal. Diese Reihe hat das budapester Stammpublikum des Orchesters fundiert, die Aufmerksamkeit der Branche und der Presse auf die Entwicklung der Pannnon Philharmoniker gerichtet. Dies zu verdanken zählt das Orchester zu den führenden ungarischen Orchestern.
Individuelle Projekte
Neben ihre Abo-Konzerte sind die Pannon Philharmoniker für alle Qualität vor Augen haltende Produktionen offen. Klassische Musik ist äußerst reich und vielfältig, nun muss dafür das Publikum gefunden weren – glauben die künstlerischen Leiter des Orchesters.
Vor zweitausend Menschen spielte das Orchester im Rahmen des II. Pécser Filmfests neben dem Krieg der Sterne auch Der wunderbare Mandarin von Béla Bartók, mit der Animation des Oscar-nominierten Géza M. Tóth. Bei dem Medienfestival „Kamera Hungária“, zum 50. Jubiläum des ungarischen Fernsehsenders mtv führte das Orchester sinfonische Adaptationen von Vorspann Musiken verschiedener Fernsehsendungen vor. Die Pannon Philharmoniker sind an einer Zusammenarbeit mit Repräsentanten anderer Kunstarten interessiert. So haben wir Kooproduktionen mit Volksmusikern, mit Sandzeichner, Pantomime und mit Ballett erlebt.
Ein betontes Projekt ist die exklusive Neujahrskonzert im Pécser Nationaltheater, woran die VIP des Wirtschafts- und Publiklebens, der Politik der Region teilnehmen. Das landesweit live übertragene Konzert wurde in den Jahren zum prominenten Sozialereignis der Stadt. Die Programmauswahl des Abends ist immer anspruchsvoll und neuartig. Zum Neujahrskonzert knüpft sich die Logen-Mitgliedschaft an. Die Loge-Mitglieder sind Personen aus dem Wirtschafts- und Privatleben, die über Jahre hinaus ihre Sitzplätze im Neujahrskonzert pachten, und während des Jahres die Arbeit des Orchesters fördern. Die Eröffnung der Frühling- und Sommerzeit ist das Orchesterpicknick, wobei das Programm der neuen Saison präsentiert wird. Für Familien bietet das Picknick leichte Vergnügung.
Hilfe, klassische Musik!
Die Serie mit dem passenden Titel ist eine Programmserie für Jugendliche und Familien am Stadtrande. Jedes Konzert wird von dem Konzertmeister des Orchesters, Balázs Bujtor moderiert, die neue Seiten und Kuriosa eines Musikstückes werden spannend und amüsant interpretiert. Die Konzerte sind in zwei Teile geteilt. Der erste Teil ist der moderierte Teil, im zweiten Teil können wir uns das Stück komplett anhören. Die - in den letzten Jahren große Popularität erlangene - interaktive Serie bringt klassische Musik Jugendlichen und älteren Menschen nah. Mit dem Dirigenten zusammen werden die Schönheiten und Kuriosa der klassischen Musik entschlüsselt und entdeckt.
Die Lebenswerk-Ausgabe von Johann Georg Lickl
Die Werke des am Anfang des 19. Jahrhunderts in Pécs und in Wien gelebten Komponisten sind noch nicht zusammengefasst und ausgegeben. Mit dem ins Leben gerufenen Projekt sammeln, ordnen und geben die Pannon Philharmoniker die Werke von Johann Georg Lickl aus. Ziel dieses Projekts ist die Stärkung der Position der Stadt Pécs in dem internationalen Musikleben.
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Die Umpositionierung der Pannon Philharmoniker in Ungarn hat sich mit dem Wunsch des internationalen Positionswechsels erfolgt, welches mit dem Titel, „Botschafter von Pécs2010“ bekräftigt wird. Dementsprechend erfüllt das Orchester Einladungen nur mit Rang nicht nur in dem ungarischen, sondern auch im internationalen Musikleben. Als Ergebnis der Entwicklung der vergangenen fünf Jahre haben die Pannon Philharmoniker Einladungen in Ungarn zum Budapester Frühlingsfestival mit Maxim Vengerov, zum Zemplener Festival, zu den Musiktagen von Vajdahunyadvár, zum Galakonzert des Miskolzer Operafestivals erhalten. Das Orchester hat das nationale Gedenkfestkonzert in Budapest auf dem Kossuthplatz, und das Galakonzert der offiziellen Staatsfeier zum 160. Jubiläum der Revolution 1848/49 im Palast der Künste gegeben, und trat bei den Eröffnungsfeier der KHE Pécs 2010 auf.
Das Orchester wurde zur 23. Biennale Zeitgenössischer Musik nach Zagreb eingeladen, gab mehrere Male Konzerte in Abonnementserien in Zagreb, Villach, es nahm in Stavanger (Kulturhauptstadt Europas in 2008)) an der Aufführung einer zeitgenössischen Oper teil, im Frühjahr 2006 trat es im Konzerthaus Wien in der Abonnementsserie der Wiener Philharmoniker und im Stephansdom auf dem Galakonzert des Collegium Hungaricums in Wien anlässlich der Gedenkfeier der Ungarischen Revolution 1956 auf, aufgrund seiner engen Beziehung tritt das Orchester mehre Male jährlich in Osijek (Kroatien) auf.
Die ausgezeichnete fachliche Qualität des Orchesters wird auch von der Serie „Weltstars in Pécs“ im Rahmen des KHE Projektes Pécs 2010 bezeichnet, wo es mit international bekannten Künstlern wie José Carreras, Mischa Maisky, Leopold Hager, Alexander Lonquich, Eva Mei, Placido Domingo, Howard Griffiths, Fazil Say, Oliver von Dohnányi, Patricia Kopatschinskaja, Maxim Venegrov zusammengearbeitet hat.
„..das Orchester ist sehr begabt und musikalisch.“ (Leopold Hager)
„…Jetzt konnte ich mich aber davon überzeugen, dass es auch international gesehen ein erstklassiges Orchester ist, und ich freue mich aufrichtig, dass 2010 Pécs eine der europäischen Kulturhauptstädte wird, und dafür auch ein neuer Konzertsaal in der Stadt entsteht. Dies ist sicher eine echte Möglichkeit zur weiteren Entwicklung des Orchesters." (Maxim Vengerov)
Die Pannon Philharmoniker sind das Gründungsmitglied und Residentorchester der grossangelegten internationalen Zusammenarbeit der klassischen Musik mit dem Titel „Festival und Wettbewerb mit dem Fernsehen MEZZO“. Der Medienunterstützer des Wettbewerbs und Festivals ist der in 38 Länder strahlende Fernsehen MEZZO.
OPERALIA, der Wettbewerb weltberühmter Talentforschung von Placido Domingo wurde im Sommer 2009 in Pécs organisiert, dessen Gastgeber die Pannon Philharmoniker waren.
Langfristiges Ziel des Kulturhauptstadtprojekts ist, dass Pécs - als Resultat der auf die Kulturindustrie basierten Stadtförderung - zum Zentrum der Süd-Kulturzone wird.
Eine wichtige Priorität der mittel- und langfristigen kulturellen Strategie der Stadt ist die Musik. Diese zu verdanken sind die fehlenden musikkünstlerischen infrastrukturellen Förderungen im Vordergrund bei den Großinvestitionen des Kulturhauptstadtjahres geraten. Ein Konzertsaal mit tausend Sitzplätzen, auf dem Niveau des 21. Jahrhunderts wird 2010 gebaut, welcher auch den Ansprüchen der Konferenzen und Großveranstaltungen entspricht. Die Gebäude bietet dem im Jahre 2011 200 jährige Sinfonieorchester ein würdiges Zuhause. Der Konzertsaal ermöglicht den Pannon Philharmonikern, ihre künstlerische und Kulturmanagement-Erfahrungen nützend, die Stadt Pécs zum Musikzentrum zu entwickeln. Kein Konzertsaal auf diesem Niveau ist in dem Umkreis von 100 Kilometern vorhanden.
Die Pannon Philharmonikern feiern 2011 ihr 200jährigesJubiläum. Die monumentalen Feierlichkeiten - vom 2. Januar 2010 bis 9. Dezember 2011 – umfassen 100 Wochen, während dessen das Publikum in 200 Events die Musiker der Pannon Philharmoniker treffen kann. Der Titel des Jubiläums „OVERTURE“ weißt darauf hin, dass sich mit der Eröffnung des neugebauten Konzertsaals neue Herausforderungen und Gelegenheiten im musikalischen Leben von Transdanubien verwirklichen. An denen möchten sich die Pannon Philharmoniker mit ständiger Erneuerung anpassen.
| Dirigent: Dániel Somogyi-Tóth |
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Auftretende Gastkünstler: Lilla Polyák-Zsolt Homonnay |
| Dirigent: Tamás Vásáry |
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Auftretende Gastkünstler: Zsuzsa Bazsinka - Sopran Savaria Sinfonieorchester |
| Dirigent: András Vass |
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Auftretende Gastkünstler: Eszter Wierdl - Sopran Ákos Ács - Klarinette |
| Dirigent: Paweł Przytocki |
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Auftretende Gastkünstler: Martin Michael Kofler - Flöte |
| Dirigent: Paweł Przytocki |
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Auftretende Gastkünstler: Martin Michael Kofler - Flöte |